Schufa Studie: Die schlechtesten Schuldner sind jung und leben in Großstädten

Wie die Schufa in einer Studie herausfand, ist gerade in den deutschen Metropolen eine schlechte Zahlungsmoral anzutreffen. Wohingegen in den großen Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg nach wie vor die Verbindlichkeiten innerhalb der gesetzten Fristen gezahlt werden.

Insgesamt sitzen die Deutschen auf einem Schuldenberg von stolzen 1,5 Billionen Euro. Und viele der privaten Haushalten stecken in Zahlungsschwierigkeiten. Den Auswertungen der Schufa zufolge, wird gerade in der Hauptstadt schlecht gezahlt. Gut zwölf Prozent aller in der Schufa registrierten Personen haben ein Negativmerkmal in ihrer Akte.

Ein Negativmerkmal ist eine Eintragung, die entsteht, wenn beispielsweise Zahlungsunregelmäßigkeiten beim Girokonto, bei der Kreditkarte oder bei einem Leasingvertrag auftreten. Insgesamt haben 8,2 Prozent der bei der Schufa registrierten 66,2 Millionen Deutschen mindestens ein Negativmerkmal.

Oftmals ist besonders bei jungen Menschen ein Handy-Vertrag oder exzessives Einkaufen im Internet der Eintritt in die Schuldenfalle. Daraufhin werden Kredite aufgenommen, um die alten Verbindlichkeiten abzulösen – doch dann kann auch dieser Kredit nicht mehr beglichen werden und der Schuldenstrudel geht immer weiter.

Innerhalb dieser Entwicklung gibt es einen enormen Zuwachs an Ratenkredite. Ein Anstieg von über 50 Prozent wurde in den letzten Jahren bei der Schufa verzeichnet. Im Schnitt leihe sich ein Kreditnehmer pro Ratenkredit 7.712 Euro, berichtet das Handelsblatt.

So leicht der Abschluss eines solchen Ratenkredites ist, so schwer fällt die Tilgung: 2,5 Prozent der Kredite wurden laut Schufa trotz Mahnung nicht zurückgezahlt. Diese Ausfallquote sei aber seit Jahren konstant, so das Handelsblatt. Gerade bei jungen Kreditnehmer sei dies ein Problem; so würden beispielsweise bei den 18- bis 20-Jährigen etwa 3,6 Prozent den Ratenkredit nicht tilgen können.